3.3 Waldschutz

Abiotische Schadfaktoren

Frost Frost

Schutzmaßnahmen:

  • Verwendung frostharter Baumarten bzw. Rassen
  • Voranbau eines Schirmbestandes von Pionierbaumarten (Vorwald)
  • Pflanzung auf Hügel oder Pflugstreifen, um die Pflanze aus der untersten Kaltluftschicht herauszuheben
  • Verwendung starker und großer Pflanzen
  • Verwendung von Wuchs- bzw. Schutzhüllen
  • Beseitigung übermäßigen Graswuchses (Grasfrost)
  • Anlage von Frostriegeln (dichte Hecken), die eine Kaltluftzufuhr verhindern
Dürre Dürre

Schutzmaßnahmen:

  • Verwendung tiefwurzelnder Baumarten
  • Voranbau eines Schirmbestandes von Pionierbaumarten (Vorwald)
  • zeitiger Beginn der Kulturarbeiten im Frühjahr
Wind

  • Indirekte Schäden durch ständige Winde, die den Boden austrocknen, Wärme und Luftfeuchtigkeit wegführen, aber auch Bodenstreu und Feinerde fortwehen, was zu einer Verarmung und Verhärtung des Bodens führt.
  • Direkte Schäden durch übermäßig erhöhte Verdunstung der Pflanzen und Störung der Photosynthese (Unterbrechung des Saftstromes durch Biegung oder Knickung)

Schutzmaßnahmen:

  • Verwendung tiefwurzelnder Baumarten
  • Voranbau eines Schirmbestandes von Pionierbaumarten (Vorwald)
  • zeitiger Beginn der Kulturarbeiten im Frühjahr

Biotische Schadfaktoren

Konkurrenzflora Konkurrenzflora

  • Raumkonkurrenz
  • Nahrungskonkurrenz

Schutzmaßnahmen:

  • Verwendung starker und großer Pflanzen
  • Voranbau eines Schirmbestandes von Pionierbaumarten (Vorwald) zur Unterdrückung bzw. Eindämmung der Vergrasung/Verkrautung
  • Kulturpflege
  • Verwendung von Wuchs- bzw. Schutzhüllen
  • Einsaat von Schutzpflanzendecken
  • Belassen natürlich angekommener Gehölz- und Straucharten bei der Kulturpflege, um einen möglichst schnellen Kronenschluß zu erreichen
Pilze Pilze

  • Schäden durch Blatt- und Nadelpilze (z.B. Mehltau, Kiefernschütte)
  • Schäden durch Rinden- und Holzpilze (z.B. Ackersterbe der Kiefer, Rotpustelkrankheit)

Schutzmaßnahmen:

  • Behandlung mit einem zugelassenen Fungizid (Kiefernschütte)
  • Unkrautbekämpfung (Kiefernschütte)
  • Baumartenwahl
  • Baumschnitt im Sommer bei trockenem Wetter (Nectria)
  • Mykorrhizzierung der Pflanzen
Insekten Insekten

  • Fraß- und Saugschäden an Assimilationsorganen (z.B. Blattkäfer, Rüsselkäfer, Schmetterlingsraupen, Blattwespenlarven, Läuse)
  • Rindenschäden (z.B. Rüsselkäfer, Bastkäfer)
  • Wurzelschäden (z.B. Engerlinge)

Schutzmaßnahmen:

  • Behandlung mit einem zugelassenen Insektizid
  • Förderung von Prädatoren
Wild Wild

  • Verbiß- und Fegeschäden (Rehwild)
  • Verbiß- und Nageschäden (Hase, Kaninchen)
  • Schwarzwild

Schutzmaßnahmen:

  • Flächenschutz (Wildschutzzaun)
  • Einzelschutz der Pflanze
    • mechanisch (Schutzhüllen, Baumschützer, Verbißschutzkappen)
    • chemisch (Repellents)
Mäuse Mäuse

Hauptschadfaktor (neben Wild)

  • Nagefraß an der Rinde
  • Wurzelfraß
  • Fraß von Samen und Keimlingen
Förderung von Prädatoren
gegen Mäuseschäden im Wald
Förderung von Prädatoren

Wissenschaftliche Forschung und Umweltmonitoring

Wissenschaftliche Forschung und Umweltmonitoring

Waldkalkung Waldkalkung

  • Sicherung der Grundwasserqualität
  • Stärkung der Filterwirkung des Waldbodens
  • Kompensation der Säuren am Waldboden
  • Aktivierung der natürlichen Bodenflora
  • Steigerung der bodenbiologischen Aktivität
  • Verbesserung der Bodengare
  • Förderung der Naturverjüngung
3. Poster
3.1 Jahreszeiten
3.2 Waldböden
3.3 Waldschutz
3.4 Waldfunktionen