3.2 Waldböden

Bodentypen kennzeichnen den Entwicklungszustand des Bodens. Der Bodentyp wird anhand eines Bodenprofils ermittelt. Je nach Gesteinsuntergrund, Klima, Wasser, Relief, Vegetation und menschliche Einflußnahme haben sich unterschiedliche Bodentypen ausgebildet.

Braunerde
(Humusform Moder)

  • häufigster Bodentyp
  • v.a. Laubwald tragend
  • gute Nährkraft

Braunerde

Podsol
(Humusform Rohhumus)

  • “Boden unter Asche des Lagerfeuers” (russisch)
  • im kühlen, regnerischen Klima bezorzugt verbreitet
  • Wo der schützende Wald abgeholzt wurde, wusch das Regenwasser Tonteilchen und Eisen in die unteren Bodenschichten. Der Oberboden unter einer dünnen, meist versauerten Humusschicht blich aus und färbte sich blaßgrau (Aeh/Ahe). Die rotbraunen Eisensalze haben sich im Unterboden gesammelt (Bs) und können ihn zu zementhartem “Ortsstein” verkleben, den die Pflanzenwurzeln nur schwer durchstoßen können.
  • schlechte Nährkraft

Podsol

Terra fusca
(Humusform Mull)

  • Die Bildung eines Residual-horizontes (über die Stufe der Verbraunung einer Rendzina hinaus) ist wahrscheinlich nur bei sehr alten Böden zu sehen, so dass der Unterschied zwischen der nun entstehenden „Terra fusca” und den Rendzinen vor allem im Altersunterschied liegt. Der Ah- und T-Horizont ist fast vollständig entkalkt, der T-Horizont weist polyedrische Gefügestrukturen auf.
  • gute Nährkraft
  • Edellaubholzstandorte

Terra fusca

Rendzina
(Humusform Moder)

  • Sie entstehen auf Kalk- und Gipsgestein. Unter einer nur 10 bis 30 Zentimeter dicken braunen, tonigen Humusschicht beginnt gleich das feste Gestein, und auch der Humus ist meist reich an Steinen. Wenn ein Boden dieses Typs gepflügt wird, kratzt der Pflug an den Steinen und es entsteht ein raschelndes Geräusch. Daher der Name „Raschel-boden” (vom polnischen „rzedzic” = rascheln)

Rendzina

Pseudogley
(Humusform Moder)

  • Dieser Boden hat einen fahlgrau gefärbten Oberboden mit braunen Rostflecken und bis zu erbsengroßen Körnchen aus Eisen- und Mangan-konkretionen. Der Unterboden weist eine charakteristische rotbraune und schwärzlichgraue Marmorierung auf. Sie entstehen, wenn der Abfluß des Regenwassers gestört ist, etwa durch eine undurchlässige Tonschicht. Staunasse Pseudogleye sind von geringerer Trophie. Bei Regen können die Pflanzen im sauerstoffarmem Wasser ertrinken, zudem leiden sie unter der schlechten Durchlüftung dieses verdichteten, zugeschlämmten Bodentyps.

Pseudogley

3. Poster
3.1 Jahreszeiten
3.2 Waldböden
3.3 Waldschutz
3.4 Waldfunktionen