2.1 Naturgemäße Waldwirtschaft
Naturgemäße Waldwirtschaft im Stadtwald Bad Münstereifel
Warum nicht gleich so?
Der Stadtwald Bad Münstereifel wird auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses naturgemäß bewirtschaftet. Das bedeutet, dass wir anknüpfend an einen bundesweiten Sinneswandel in der Waldbewirtschaftung ein sehr hohen Standard bei der täglichen Arbeit mit dem Wald berücksichtigen. Die Grundidee naturgemäßer Waldwirtschaft ist die ganzheitliche Betrachtung des Waldes als dauerhaftes, multifunktionales und dynamisches Ökosystem. Durch die Nutzung der im Waldökosystem ablaufenden natürlichen Prozesse wird eine Optimierung der Waldwirtschaft angestrebt. Ökonomische Ziele stehen im Vordergrund. Nur bei Beachtung der ökologischen Erfordernisse werden diese nachhaltig erreicht. Ziel ist ein Erhalt oder die Wiederherstellung von Dauerwäldern - nur ein Dauerwald erfüllt nachhaltig alle Funktionen des Waldes gleichzeitig auf kleiner Fläche.
| Definition | Dauerwald
Im schlagfreien Hochwald oder Dauerwald sind die verschiedenen, für die Dauerhaftigkeit des Waldökosystems erforderlichen Entwicklungsstadien nicht schlagweise voneinander getrennt, sondern in derselben Wirtschaftseinheit zeitlich und räumlich neben- und / oder übereinander angeordnet, so dass diese als selbständige Nachhaltseinheit aufgefasst werden kann (TOMASIUS). |
| Keine Kahlschläge | Bereits im Jahre 1923 wandte sich MÖLLER gegen die reinbestandsbezogene Kahl-schlagwirtschaft. Heute steigen die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald stark an, so dass der Dauerwald als eine moderne Waldstruktur diesen Anforderungen am besten gerecht zu werden scheint. |
| Die Überlegungen zur Naturgemäßen Waldwirtschaft gehen von zwei wesentlichen Themenblöcken aus: | |
| Ökologie und Ökonomie |
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| Waldbewirtschaftung und Naturschutz |
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| Umsetzung | |
| Bodenschonende Holzernteverfahren | ![]() Die Holzernte erfolgt unter strikter Beachtung eines dauerhaft angelegten Rückegassen-systems. Ein flächiges Befahren des Waldes wird abgelehnt. Dünne Sortimente werden bodenschonend mit dem Pferd vorgerückt. |
| Einzelstammweise Holzernte | Kahlschläge werden strikt abgelehnt, es erfolgt eine Förderung und Auslese des Einzelbaumes, die mit einer einzelstammweisen Ernte beendet wird. Durch diese Ernte wird gleichzeitig eine Lichtnische für unterständige Bäume geschaffen, die schnell den Platz des geernteten Baumes einnehmen. |
| Ausnutzung von Naturverjüngung |
Durch eine stetige Auslese werden die verbleibenden Bäume verstärkt zur Samenproduktion angeregt. Nach der Beurteilung der Blüte erfolgen die Hiebe gezielt in den Beständen, in denen eine verstärkte Mast zu erwarten ist. Nach dem Auflaufen der Naturverjüngung wird durch Lichtsteuerung im Kronendach deren Etablierung und Qualifizierung gefördert. |
2.1 Naturgemäße Waldwirtschaft
2.2 Rinden-Mulch
2.3 Brennholz
2.4 Waldkalkung
2.5 Forstamt
2.6 Streuobstwiesen
2.7 Borkenkäfer
2.8 Speierling

Kahlschläge werden strikt abgelehnt, es erfolgt eine Förderung und Auslese des Einzelbaumes, die mit einer einzelstammweisen Ernte beendet wird. Durch diese Ernte wird gleichzeitig eine Lichtnische für unterständige Bäume geschaffen, die schnell den Platz des geernteten Baumes einnehmen.
Durch eine stetige Auslese werden die verbleibenden Bäume verstärkt zur Samenproduktion angeregt. Nach der Beurteilung der Blüte erfolgen die Hiebe gezielt in den Beständen, in denen eine verstärkte Mast zu erwarten ist. Nach dem Auflaufen der Naturverjüngung wird durch Lichtsteuerung im Kronendach deren Etablierung und Qualifizierung gefördert.