2.3 Brennholz
Umweltfreundlicher Energieträger aus dem heimischen Stadtwald
Warum Brennholz?
Bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts war Holz neben Wind und Wasser der wichtigste Energielieferant in Europa. Ab den 40er Jahren wurde Holz durch die “billigeren” und scheinbar unerschöpflichen Energieträger Gas, Öl und Strom abgelöst. Die Bedeutung und die Marktanteile an umweltfreundlichen und erneuerbaren Energiequellen steigen heute wieder kontinuierlich an. Nicht zuletzt durch das in Rio (1992) verabschiedete neue Leitmotiv der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) ist die Bereitstellung von Brennholz eine Absatzmöglichkeit im Rahmen der multifunktionalen Ausrichtung der Waldbewirtschaftung.
Holz ist auf Grund seiner Herkunft aus dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf ein ökologisch günstiger Brennstoff, dessen Nutzung, anders als bei fossilen Brennstoffen, keinen Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre nach sich zieht (s. Abb.).

CO2 Kreislauf bei Holz
Die CO2 Bilanz zeigt, dass Wälder CO2 verschwinden lassen!
Stoffbilanz zum Aufbau einer Tonne Holz:
Zauberformel: 6 CO2 + 6 H2O –> C6H12O6 + 6 O2
| INPUT | OUTPUT |
| Kohlendioxid: 1.851 kg | Holz: 1.000 kg |
| Wasser: 1.082 kg | Wasser: 541 kg |
| Sauerstoff: 1.392 kg |
| Unser Forstbetrieb verbessert auf drei Wege diese CO2 Bilanz: | |
| 1. | Die derzeitigen Holzvorräte im Stadtwald liegen bei ca. 200 Vorratsfestmeter je Hektar. Wir nutzen jedoch nur 2/3 des jährlichen Zuwachses, so dass CO2 im Wald gebunden wird. |
| 2. | Im Forstbetrieb ist eine positive Waldflächenbilanz zu verzeichnen. Dort, wo Wald neu entsteht, legen wir auf Dauer eine CO2-Senke an. |
| 3. | Wird das geerntete Rohholz zu langlebigen Holzprodukten weiter-verarbeitet (Balken, Möbel, Stiele, Zäune, Holzhäuser…) bleibt in diesen Produkten das im Wald gespeicherte CO2 weiterhin gebunden. |
| 3 Möglichkeiten des Bezugs | |
| 1. Flächenlos (häufigste Form) |
Auf einer markierte Parzelle kann der Käufer, unter strikter Beachtung der UVVen, das noch nicht zugerichtete Holz selbst aufarbeiten. Diese Form des Brennholzverkaufes ist die preiswerteste Möglichkeit des Bezugs von Brennholz. |
| 2. Schichtholz | Meist 1m lange Holzstücke aus Stammteilen oder stärkeren Ästen, sie werden zu Stößen aufgeschichtet. Verkaufsmaß ist der Raummeter (Rm), ein 1m langer, 1m breiter und 1m hoher Holzstoß mit Luftzwischenräumen. 1 Raummeter entspricht 0,7 m³ reiner Holzmasse ohne Rinde. Weil die Aufbereitung in dieser Form recht arbeitsintensiv ist, wird dem Käufer von Schichtholz hierfür ein höherer Preis abverlangt. |
| 3. Brennholz lang | Längere Baumstammstücke werden an gut befahrbaren Wegen gelagert. Die Menge wird vom Revierförster mittels Durchmesser und Länge errechnet. Verkaufseinheit ist der Festmeter (Fm), also 1m³ reine Holzmasse ohne Zwischenräume. Weil bei dieser Art dem Verkäufer keine Einschneidekosten und keine Kosten für das Aufschichten von Holzstößen entstehen, ist Brennholz lang billiger als Schichtholz. |
| Preise | Die Preise für Brennholz bewegen sich je nach Holzart, Qualität und Entfernung zum Hauptabfuhrweg für das 1. Flächenlos ca. 12 EUR/Rm 2. Schichtholz ab ca. 35 EUR/Rm 3. Brennholz lang 25-34 EUR/Fm |
| Ansprechpartner | Wenn Sie Interesse an Brennholz haben, wenden Sie sich an uns: Stadt Bad Münstereifel, Stadtforstamt, Tel. 02253/505190,-1, -2 Fax 02253/505114 Marktstraße 15 53902 Bad Münstereifel |
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